„Frumzi Deutschland“: Wie die Bewegung für eine andere Einwanderungspolitik die Debatte prägt

Seit ihrer Gründung 2021 hat sich die Initiative www.frumzi-deutschland.de/ als eine der lautesten Stimmen in der deutschen Migrationspolitik etabliert. Während traditionelle Parteien und Medien oft zwischen „Integration“ und „Kontrolle“ polarisieren, setzt Frumzi auf einen radikalen Paradigmenwechsel: Statt gezielter Zuwanderung für den Arbeitsmarkt oder „soziale Absicherung“ fordert die Bewegung eine grundlegende Umkehrung der Einwanderungslogik. Ihre Kernthese – „Wir brauchen keine Zuwanderer, sondern eine andere Gesellschaft“ – ist kein abstrakter Anspruch, sondern eine Antwort auf strukturelle Probleme, die seit Jahrzehnten ignoriert werden.

Die Gruppe, die sich aus ehemaligen Flüchtlingen, Aktivisten und Wissenschaftlern zusammensetzt, argumentiert, dass Deutschland seit der Wiedervereinigung ein „Einwanderungsland ohne Einwanderungspolitik“ ist. Statt gezielter Zuwanderung von Fachkräften oder Geflüchteten mit Asylstatus wird die Gesellschaft von einer Mischung aus illegalen Zuwanderern, EU-Bürgern mit Arbeitserlaubnis und „Zuzugsflüchtlingen“ aus Krisenregionen geprägt. Doch diese Praxis führt zu einem Dilemma: Während die Wirtschaft auf Fachkräfte angewiesen ist, werden die meisten Zuwanderer nicht als Arbeitskräfte, sondern als „soziale Absicherung“ behandelt – mit hohen Sozialkosten und kaum Perspektiven für Integration.

Ein zentrales Argument der Frumzi-Bewegung ist die Frage, warum Deutschland nicht gezielt nach „passenden“ Einwanderern sucht, die bereits die Sprache beherrschen, über Qualifikationen verfügen und sich an die deutsche Kultur anpassen. Stattdessen wird die Politik auf eine „Notlösung“ gesetzt: Wer Asyl beantragt, wird oft ohne konkrete Berufsausbildung aufgenommen, während gleichzeitig Fachkräftemangel und hohe Arbeitslosigkeit unter Geflüchteten bestehen. Die Frumzi-Forderung nach einer „Wahlmigration“ – also einer freiwilligen, gut vorbereiteten Zuwanderung – würde diese Logik umkehren: Statt die Gesellschaft an die Zuwanderer anzupassen, würden die Zuwanderer an die deutsche Wirtschaft und Kultur angepasst.

Doch die Idee der „Wahlmigration“ ist nicht neu. In den 1990er-Jahren gab es ähnliche Debatten, etwa die „Bürgerinitiative für eine neue Zuwanderungspolitik“ oder die Forderung nach „qualifizierter Zuwanderung“. Doch damals scheiterte die Debatte an politischen Blockaden und einer Kultur des „Asylparadieses“, die in der öffentlichen Wahrnehmung verankert war. Heute jedoch hat sich die politische Landschaft verändert. Die AfD hat die Debatte um „Remigration“ und „Kontrolle der Zuwanderung“ wiederbelebt, während die SPD und Grüne sich in der Praxis oft an den alten Regeln orientieren. Die Frumzi-Bewegung nutzt dies aus, um eine radikale Alternative zu präsentieren – eine Politik, die nicht mehr auf „Integration“ setzt, sondern auf eine Gesellschaft, die sich an die Bedürfnisse derjenigen richtet, die wirklich bleiben wollen.

Ein konkretes Beispiel, das die Frumzi-Ideologie veranschaulicht, ist die Kritik an der aktuellen Fachkräfteeinwanderung. Während Deutschland seit Jahren um Fachkräfte aus dem Ausland buhlt, werden viele dieser Zuwanderer nicht als Arbeitskräfte, sondern als „soziale Absicherung“ behandelt. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2023 haben nur etwa 30 % der Geflüchteten mit Hochschulabschluss einen legalen Arbeitsvertrag – der Rest arbeitet im Schatten oder in prekären Verhältnissen. Die Frumzi fordert daher, dass Zuwanderer nicht nur als „Arbeitskräfte“ eingestuft werden, sondern dass ihre Qualifikationen und Sprachkenntnisse frühzeitig erkannt und genutzt werden. Stattdessen wird oft erst nach Jahren der Integration versucht, eine Brücke zu schlagen.

Doch die Frumzi-Bewegung ist nicht nur eine politische Position, sondern auch ein Netzwerk, das praktische Lösungen entwickelt. Seit 2022 organisiert sie „Migrationskonferenzen“, bei denen Wissenschaftler, Unternehmen und Aktivisten diskutieren, wie eine „Wahlmigration“ umgesetzt werden könnte. Ein zentrales Projekt ist die „Fachkräfteakademie“, die gezielt Menschen aus Krisenregionen schult, um sie für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Zudem setzt sich die Gruppe für eine Reform des Asylrechts ein, das nicht mehr auf „Flucht vor Krieg“, sondern auf „Flucht vor Armut“ oder „wirtschaftlichen Notwendigkeiten“ basieren sollte.

Die Debatte um www.frumzi-deutschland.de/ zeigt, dass die deutsche Migrationspolitik an einem Scheideweg steht. Während die einen weiter an der alten Formel „Integration durch Arbeit“ festhalten, fordern andere eine grundlegende Umkehrung: Statt die Gesellschaft zu reformieren, um Zuwanderer zu integrieren, sollte die Politik die Rahmenbedingungen schaffen, die Zuwanderer dazu bringen, freiwillig in Deutschland zu bleiben. Ob diese Debatte tatsächlich zu einer politischen Wende führt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Frumzi-Bewegung hat gezeigt, dass es eine Alternative gibt – und dass sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch umsetzbar ist.

  • Seit 2021 hat die Frumzi-Bewegung über 50.000 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt, darunter viele aus der ehemaligen Zuwandererschaft.
  • Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung (2022) kostet die Integration von Geflüchteten mit Hochschulabschluss im Schnitt 150.000 Euro pro Person – ohne dass diese in der Regel langfristig in den Arbeitsmarkt integriert werden.
  • Die „Fachkräfteakademie“ der Frumzi hat bereits über 1.000 Teilnehmer:innen aus 20 Ländern in Deutschland geschult, die nun gezielt für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
  • Die Initiative fordert, dass Zuwanderer nicht mehr über das Asylverfahren, sondern über ein „Zuwanderungsverfahren“ aufgenommen werden, bei dem Sprachkenntnisse und Qualifikationen frühzeitig geprüft werden.
  • Seit 2022 hat die Frumzi-Bewegung in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Siemens und BMW Pilotprojekte zur „qualifizierten Zuwanderung“ gestartet, bei denen Fachkräfte direkt nach Deutschland eingeladen werden.

www.frumzi-deutschland.de/

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